1841

Ölfarben werden industriell in Tuben hergestellt, was Künstlern die Freiheit gibt sich freier zu bewegen. Früher mit Skizzen im Atelier gefertigte Gemälde können jetzt schnell vor Ort gemalt werden.

1850

Der japanische Holzschnitt erreicht Europa und beeinflusst mit dem technisch bedingten Stil viele damalige Künstler. Dieser zeichnet sich durch einfarbige und konturierte Flächen aus.

1860

Baron Haussmann verändert im Auftrag Napoleons dem III, das Pariser Stadtbild von Grund auf. Er baut Plätze, Opern, Markthallen und Bahnhöfe, um Paris zu einer der fortschrittlichsten Städte dieser Zeit zu machen.

1863

Salon des Refusés (Salon der Zurückgewiesenen) wurde gegründet um Künstlern, die am Pariser Salon von der Jury abgelehnt wurden, eine Plattform zu bieten und sich dessen Vorherrschaft zu entziehen.

1888

Mit der Kodak Nr. 1 wurde die Fotografie wesentlich vereinfacht und die Kamera für viele erschwinglich. Viele Maler, die sich bis dato mit naturalistischer Malerei beschäftigt hatten, fingen an neue Stilrichtungen zu gründen, da die Wiedergabe der Wirklichkeit nicht mehr so reizvoll erschien.

1914

Der Erste Weltkrieg bricht aus und dauert bis 1918 an.

Biedermeier

 

Der Name "Biedermeier" stammt von einer satirischen Gruppe, die sich mit dem Spießbürgertum beschäftigte und wurde später ein kunsthistorischer Begriff für die Zeit zwischen 1815 und 1848. Diese Epoche wurde von politischer Resignation von seiten der Bürger geprägt. Man suchte die heimische Geborgenheit und verzichtete größtenteils auf das soziale und öffentliche Leben.

Vetreter: Adolph Menzel, Ferdinand Georg Waldmüller.

   

Realismus

 

Mit dem Beginn des Industriezeitalters nehmen soziale Defizite zu und brechen 1848 mit der Märzrevolution entgültig aus. Bestrebungen nach demokratischen Strukturen vermehren sich. Zeitgenössische Maler entwickeln Interesse an der unverblümten Darstellung von Natur und Mensch, insbesondere für ländliche Regionen, Bauern und Arbeiter, wobei versucht wird eine möglichst unbefangene Stellung zu beziehen.

Vertreter: Adolph Menzel, Jean-François Millet, Wilhelm Leibl.

   

Arts & Crafts

 

Die Arts & Crafts Bewegung kam aus Englang und einer der Vorläufer des Jugendstils. 1861 gründete William Morris eine Werkstatt, in der Ideale wie einfache Schönheit, Nützlichkeit und Quallität ohne Maschinenarbeit Vorrang hatten. Erste kunsthandwerkliche Ausstellung 1888.

Vertreter: William Morris, Walter Crane,Charles Robert Ashbee, John Henry Dearle, Edward Burne-Jones.

   

Impressionismus

 

Begriff von Kritikern geprägt. Anfangs wenig akzeptierter Stil der Malerei, in dem die "Augenblicklichkeit" (Monet) von Situationen, eine Impression, dargestellt wird. Künstler arbeiten individuell, es gibt keine homogene Gruppe. Verwendung reiner Farben, Schatten und Lichtreflexe stehen im Vordergrund.

Vertreter: Claude Monet, Edouard Manet, Auguste Renoir.

   

Jugendstil

 

Über England fanden japanische Stilelemente Eingang in die europäische Kunst, die im Jugendstil oder "art nouveau", "modern style" u.a. aufgenommen wurden.
"[...] dekorativ geschwungene Linien sowie flächenhafte florale Ornamente und die Aufgabe von Symmetrien" kennzeichnen diesen Stil.
Kunstwerke enstehen hauptsächlich in der Innenarchitektur und im Kunstgewerbe.

Vertreter: Alfons Mucha, Peter Behrens, Gustav Klimt, Paul Möbius, Hermann Muthesius, Henry van de Velde.

   

Neoimpressionismus

 

Verschiedene Richtungen, die sich von der "Regellostigkeit" des Impressionismus abwendeten und eher das Beständige, klare Formen und eine feste geometrische Flächenordnung bevorzugten. "Der Maler darf nicht die Natur nachahmen, sondern er muss die Elemente der Natur nehmen und daraus ein neues Element schaffen." (Paul Gauguin).

Vertreter: Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Georges Seurat, Paul Gauguin, Henri de Toulouse-Lautrec, Ferdinand Hodler.

   

Fauvismus

 

Die Künstler räumten der reinen Farbe absoluten Vorrang vor der Form ein. Kein realistischer Anspruch, eher dekorativ, Stimmungen werden durch Farbwirkung erzielt.

Vertreter: Henri Matisse, Albert Marquet, André Derain, Raoul Dufy.

 

Expressionismus

 

1911 geprägter Bergriff für alle damaligen fortschritlichen Kunstrichtungen. Später lässt er sich mehr eingrenzen auf die Kunst, die den Schwerpunkt auf den Ausdruck seelischer und sozialer Zustände legt. Naturalistische Farbgebung oder Maße werden zugunsten der Ausdrucksstärke vernachlässigt.

Vertreter: Edvard Munch, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Oskar Kokoschka, Max Pechstein, Max Beckmann.
Künstlergruppen: Dresdner Brücke, Neue Künstlervereinigung München und der Blaue Reiter.

   

Kubismus

 

Cezanne wird als Vater des Kubismus bezeichnet, es geht dabei um "die Auflösung sichtbarer Formen in geometrische, flächige Figuren" Gegenstände oder menschliche Modelle werden in geometrische, zweidimensional wirkende Flächen aufgegliedert. Dieser Stil entwickelt sich zunehmend abstrakt. "Der Kubismus ist weit mehr als eine doktrinäre Formpolemik, sondern eine sich selbst legitimierende Bildsprache, in der sich das abstrahierende Denken dieses neuen Jahrhunderts offenbart."

Vertreter: Pablo Picasso, Robert Delaunay, Franz Marc, August Macke, Lyonel Feininger.

   

Quellen:
Lexikon der Kunststile 2 - Gottfried Lindemann und Hermann Boekhoff, 1970
Stationen der Moderne - Berlinische Galerie und
Nicolaische verlagsbuchhandlung Beuermann GmbH, 1988
http://www.wikipedia.de
Tagesspiegel.de Archiv
http://www.kunst-zeiten.de
http://www.kunst-fuer-alle.de
http://www.wikipaintings.org
http://www.bonzasheila.com
http://www.wordpress.com
http://www.design-studio.at
http://www.artnet.de
http://www.picasso-paintings.org
http://www.philipphauer.de
http://www.shafe.co.uk
http://www.historismus.net
http://www.dctp.tv



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